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:: lesben und katzen: satire ::
Im Bereich "Lesben und Katzen" besteht großer Forschungsbedarf. Weder ist bekannt, wie viele Lesben
in Deutschland mit Katzen leben (es dürften Hunderttausende sein!), noch gibt es valide qualitative
oder quantitative Daten über die gesundheitlichen Auswirkungen des Zusammenlebens mit Katzen.
Aus Untersuchungen in der Allgemeinbevölkerung ist bekannt, dass Menschen, die mit Tieren leben, nicht
nur zufriedener sind, sondern auch eine höhere Lebenserwartung haben. Ob diese Ergebnisse jedoch
auf Lesben einfach übertragen werden können, ist unklar. Da unter Lesben die Haustierfrage ("Hund oder Katze?")
gelegentlich fundamentalistische Züge annimmt, ist es durchaus denkbar, dass Lesben mit Katzen
im persönlichen Umfeld auch Nachteile zu erleiden haben, z.B. beim Versuch, eine Hundefreundin
näher kennenzulernen. Psychische Beeinträchtigungen sind hier nicht ausgeschlossen.
Auch von körperlichen Verletzungen durch Katzen ist in Fallberichten die Rede, jedoch sind
schwerere Angriffe eher selten, solange keine Großkatzen gehalten werden. Berichtet wird auch
von Lesben, die im Zuge des "lesbischen Baby-Booms" von Angstattacken angesichts ihrer Katze
(Toxoplasmose!) geplagt wurden. Auch dürften einige Veganerinnen und Vegetarierinnen
schon bei dem Versuch, ihre Katze auf Karotten- statt Vogeljagd und Tofu statt Whiskas einzuschwören,
ein generalisiertes Verzweiflungssyndrom davongetragen haben.
Kürzlich wurde in Fallberichten auf ein lange unterschätztes Problem mit potentiell schwerwiegenden Folgen für Lesben hingewiesen,
die sich ihre Wohnung mit Katzen teilen: Katzenflöhe. Beim Katzenfloh (Ctenocephalides felis) handelt es sich um
ein gewöhnlich auf der Katze lebendes, parasitierendes Insekt der Ordnung Flöhe. Die 1,5-3 mm großen Flöhe können auch
vorübergehend auf Menschen übergehen, insbesondere wenn ihnen der Biss in die Katze durch Flohpulver oder -halbsbänder
verleidet wird. Durch den Flohstich entsteht eine Papel bis hin zur Dermatitis mit der Möglichkeit
allergischer Reaktionen (Flohallergie). Der Floh ist zudem Zwischenwirt des Gurkenkernbandwurmes.
Einschneidend können zudem die sozialen, psychischen und finanziellen Auswirkungen eines Katzenflohbefalls sein.
Stigmatisierende öffentliche Äußerungen durch Dritte z.B. in der Lesbendisko ("Hast Du eigentlich immer noch diese Flöhe?")
sind unbedingt zu meiden, um die Betroffenen nicht weiter in die soziale Isolation zu treiben. Bei beziehungsdynamischen
Schwierigkeiten empfiehlt sich die frühzeitige Inanspruchnahme kompetenter Hilfe durch professionelle Beraterinnen oder
Therapeutinnen. Finanzielle Härten im Rahmen der Flohbekämpfung, z.B. durch den Verlust von Mobiliar,
notwendige Sanierungsmaßnahmen in der Wohnung oder Umzug, werden mancherorts solidarisch im Rahmen von Finanz-Coops oder
Solidarfonds aufgefangen.
Trotzalledem sind Katzen natürlich nicht nur Quelle von zerkratzten Möbeln, unendlichen Haarwolken
und konsekutiven Asthma-Attacken, sondern auch von großer Freude, was im Sinne der Salutogenese zum
Wohlbefinden und der Gesundheit von Lesben beiträgt. Nicht umsonst gibt es schon auf einigen
großen CSD-Paraden einen eigenen Block für "Dykes´n´Cats".

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Überprüfung übernehme ich keine Haftung für das Verstehen von Parodie-Inhalten dieser Seite. Für das Denken ist ausschließlich
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:: literatur ::
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Eine schöne Geschichte zum Thema:
Hauberger, Doris: Trautes Heim - Glück zu viert. In: beziehungs-weise. Lesbische Liebesgeschichten. Hrsg.: Chris Paul, Ätna Verlag 1991
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