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:: lesben - hiv - aids ::Wie so oft, bleiben in den medizinischen Wissenschaften auch bei der Frage von HIV/Aids Lesben häufig unerwähnt. Es fehlt Forschung z.B. zu folgenden Fragen:
Innerhalb der lesbischen Debatte existiert ein breites Spektrum von Einstellungen zwischen
"Was geht mich das an" über "Ich war mal beim HIV-Test vor ein paar Jahren" bis hin zu übertriebener
Panikmache und offener Diskriminierung von Menschen mit HIV/Aids. Aktuell leben in Deutschland ca. 9500 Frauen
mit HIV/Aids; wie viele von ihnen Lesben sind, ist nicht bekannt. Ein Viertel der jährlich ca. 2000 Neuinfektionen
betrifft Frauen. Prävention!HIV ist glücklicherweise relativ schwer zu übertragen (verglichen mit z.B. Viren wie Hepatitis C). Mögliche Übertragungswege sind:
Für die lesbenspezifischen Übertragungswege bestehen folgende Möglichkeiten, das Übertragunsrisiko zu minimieren:
Von der Aids-Hilfe existiert eine - mittlerweile vergriffene - Broschüre über Lesben, HIV/Aids und safer sex ("Wer lutscht schon gern ein dental dam"). Rechte!Ein großer Anteil der Neudiagnosen betrifft Frauen aus Ländern, in denen HIV weiter verbreitet ist, und die in Deutschland mit einem ungesicherten Aufenthaltsstatus und eingeschränkten Rechten leben. Wenn die Therapie einer HIV-Infektion nicht das Privileg weniger Leute aus Industrieländern bleiben soll, dann muss allen Menschen, die in Deutschland leben, gleicher Zugang zur medizinischen Versorgung und zu einem gesicherten Aufenthalt gewährt werden. Ein anderer Punkt ist die rechtliche Diskriminierung von lesbischen Frauen mit Kinderwunsch, denen in Deutschland der Weg zu einer "Samenbank" getesteter Spender nicht offen steht. Dies könnte dazu führen, dass Lesben in Deutschland vermehrt auf nicht sicher HIV-negative Spender zurückgreifen - und auf diesem Wege aufgrund rechtlicher Diskriminierung einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. BlutspendeDie Titulierung von "Homosexuellen" als HIV-"Risikogruppe" hat auch hierzulande zur Stigmatisierung von Lesben und Schwulen geführt. Lesben waren bis vor kurzem als Blut-, Knochenmark- und Gewebespenderinnen nicht erwünscht. Dies hat sich Anfang 2009 geändert - Lesben dürfen jetzt auch offiziell Spenderinnen sein. Gegenwärtig sind in der BRD ausschließlich schwule Männer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung als Spender pauschal ausgeschlossen - andere Ausschlüsse beziehen sich auf AfrikanerInnen aus Ländern, in denen viele HIV-Positive leben, oder SexarbeiterInnen.
:: literatur :: |
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