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:: gewalt in lesbischen beziehungen ::
Gewalt stellt für lesbische Frauen ein relevantes Gesundheitsrisiko dar - auch Gewalt, die in lesbisches
Beziehungen und Partnerinnenschaften erfahren wird.
Sensibilisierung geschieht erst langsam
Häusliche Gewalt wurde zunächst durch die Frauenbewegung als Männergewalt gegen Frauen in heterosexuellen Beziehungen
thematisiert. Doch auch in Frauenbeziehungen können Machtunterschiede und Gewaltverhältnisse existieren.
Ein stereotyper Blick auf Gewaltverhältnisse, der Frauen ausschließlich als Opfer von Gewalt, jedoch nicht als Täterinnen sehen
kann , kann
den Blick auf mögliche Gewalt unter lesbischen Frauen verstellen.
Erst langsam setzt sich in der Community wie in professionellen Hilfesystemen die Haltung durch, dass
Gewalt in lesbischen Beziehungen ein ernstzunehmendes Problem ist - und genauso inakzeptabel wie in anderen
persönlichen Verhältnissen.
Gewalt unter Lesben
Es gibt keine validen Daten über die Verbreitung und das Ausmaß von Gewalt in lesbischen Beziehungen und Lebensbezügen in Deutschland.
Klar ist jedoch, dass sich die Formen von Gewalt, die Frauen gegen anderen Frauen ausüben, nicht von
denen in gemischtgeschlechtlichen Bezügen unterscheiden: verbal, körperlich, psychisch, sexuell, durch Stalking,
emotional etc. Täterinnen greifen dabei auf gesellschaftliche Machtverhältnisse, z.B. durch Rassismus, zurück
oder stellen Machtungleichheiten gezielt her bzw. bauen diese aus.
Hinsehen - Eingreifen - Vorbeugen
Übergriffe und Gewalt gegen Minderheiten in der Community oder häusliche Gewalt in Frauenbeziehungen sind nicht akzeptabel.
Hierbei ist nicht nur jede einzelne gefordert, hinzusehen und einzugreifen, sondern auch z.B. kommerzielle Orte für Lesben
- Discos, Bars etc. -, indem sie deutlich machen, dass sie keine Gewalt und Übergriffe dulden und einen verantwortlichen
Umgang mit Alkohol und Drogen zeigen, die oft bei Übergriffen in der Öffentlichkeit eine Rolle spielen.
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:: literatur ::
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Ohms, C. and Müller, K. (2004). Macht und Ohnmacht. Gewalt in lesbischen Beziehungen. Berlin: Querverlag.
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Enders-Dragässer, U. (2004). Vier Jahre Anti-Gewalt-Projekt der Lesben Informations- und Beratungsstelle in Frankfurt/Main. In C. Ohms & K. Müller (Eds) Macht und Ohnmacht. Gewalt in lesbischen Beziehungen (pp. 7-20). Berlin: Querverlag.
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Frenznick, M. / Müller, K.: Psychosoziale Versorgung lesbischer Frauen im Anti-Gewalt-Bereich in Berlin. Lesben going mainstream. Verband lesbischer Psychologinnen und schwuler Psychologen (VLSP) e.V. and Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule im Gesundheitswesen (BASG) e.V. Spezifische Problembereiche in der therapeutischen Versorgung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen.Veranstaltungsdatum: 16.und 17.Oktober 2004 . 2004. Berlin, Verband lesbischer Psychologinnen und schwuler Psychologen (VLSP) e.V.
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Müller, K. & Frenznick, M. (2004). Psychosoziale Beratung bei Gewalt in lesbischen Beziehungen. In C. Ohms & K. Müller (Eds) Macht und Ohnmacht. Gewalt in lesbischen Beziehungen (pp. 93-118). Berlin: Querverlag.
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Ohms, C. (2004). Gewalt in lesbischen Beziehungen: Problemlagen und Ansätze in der politischen und psychosozialen Arbeit. In C. Ohms & K. Müller (Eds) Macht und Ohnmacht. Gewalt in lesbischen Beziehungen (pp. 21-60). Berlin: Querverlag.
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Ohms, C. (1993). Mehr als das Herz gebrochen. Gewalt in lesbischen Beziehungen. Berlin: Orlanda Frauenverlag.
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Gewalt in lesbischen Beziehungen wird erst langsam als Problem von der lesbischen Community wahrgenommen.
Auch eine weitere Sensibilisierung von offiziellen Beratungsstellen, Frauenhäusern, in die Gesundheitsversorgung und bei der
Polizei ist nötig.
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