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:: diskriminierung und lesbenfeindliche gewalt ::

Ausmaß

Das Frauenministerium in NRW hat 1999 eine Studie zum Ausmaß von "Gewalt gegen lesbische Frauen" veröffentlicht. Nahezu alle der über 700 Befragten (97,8%) hatten bereits verbale Herabwürdigungen als Lesben erlebt, knapp die Hälfte sexualisierte Formen von Gewalt und ein Viertel körperliche Übergriffe.

Folgen

Ein Drittel der Frauen gab an, in der Situation Angst erlebt zu haben - hiervon fühlte sich jede Vierte nach der Situation dauerhaft unsicherer und ängstlicher. 3 % wurden körperlich verletzt und mussten sich ärztlich behandeln lassen.

Ansprechpunkt Gesundheitswesen

Nur 3 % aller Lesben haben Anzeige erstattet (während 7 % durch PolizistInnen bereits verbale oder körperliche Gewalt erlebt hatten). Dagegen hat jede Fünfte hat die erlebte Gewalt in Therapie oder Beratung zum Thema gemacht:
"Bei der Bewältigung von Gewalterlebnissen und -androhungen greifen lesbische Frauen relativ selten auf juristische oder polizeiliche Institutionen als Hilfsmöglichkeiten zurück, da das Vertrauen in diese Institutionen gering ist und homophobe Verhaltensweisen befürchtet werden. Lesben nehmen jedoch verstärkt therapeutische Hilfsangebote in Anspruch und berichten von ihren Gewalterfahrungen vor allem im privaten Bezugssystem" (S. 183)




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    :: literatur ::

  • Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen: Gewalt gegen lesbische Frauen. Düsseldorf 1999.


In einer Studie aus NRW (1999) haben fast alle der über 700 befragten Lesben von Erfahrungen mit lesbenfeindlicher Gewalt und Diskriminierung berichtet.